EMPOWERMENT III – ALTE MUSIK VERNETZT

Workshop: »Kann das Herrenberg-Urteil perspektivisch auch Auswirkungen auf den Konzertbetrieb und die Arbeitspraxis der freien Musikszene haben?«

Wann? 27. Mai 2026, 10:00-12:30 Uhr

Wo? Online via Zoom

Mit Sonja Laaser (Rechtsanwältin)

In Kooperation mit Dt. Jazzunion, Freie Klassik Niedersachsen, FREO, IG Jazz Berlin, inm Berlin und Pro Musik

Offen für alle Genres. Ein Mitschnitt der Veranstaltung erscheint ca. eine Woche nach dem Workshop und ist für angemeldete TN 14 Tage lang verfügbar.


Das Herrenberg-Urteil ist vielen von uns ein Begriff im Zusammenhang mit Musikschulen. Das Urteil hat dazu geführt, dass Musikschullehrer:innen in fast allen Fällen nicht mehr rechtssicher als Honorarkräfte beschäftigt werden können, sondern angestellt werden müssen – zumindest nach Ablauf der bis 31.12.2027 geltenden Übergangsregel.

Das ist aber nicht die einzige Stelle, an der das Herrenberg-Urteil Auswirkungen hat oder haben könnte.

In diesem Workshop wollen wir darüber informieren, ob sich aus dem Herrenberg-Urteil möglicherweise in Zukunft auch Konsequenzen für die Arbeitspraxis von freien Ensembles/Gruppen und freischaffenden Musiker:innen ergeben könnten, speziell, was das Engagieren von Musiker:innen auf Honorarbasis betrifft – sowohl als Gäste als auch als Ensemblemitglieder.

Der Workshop soll frühzeitig in die Thematik einführen, die Zusammenhänge verständlich erklären und Handlungsoptionen aufzeigen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zusammen mit der Rechtsanwältin Sonja Laaser wollen wir u.a. folgende Fragen beleuchten:

  • (Warum) könnte das Geschehen rund um das Herrenberg-Urteil auch Auswirkungen auf die Arbeitsweise von freischaffenden Musiker:innen und Ensembles/Gruppen haben?
  • Könnte das bisher übliche Engagieren von Musiker:innen auf Basis von Honorar-Verträgen problematisch werden?
  • Müssen Musiker:innen, analog zu Musiklehrer:innen, möglicherweise zukünftig projektweise von Ensembles/Gruppen angestellt werden?
  • Welche Szenarien sind denkbar, was ist realistisch?
  • Welche Schritte können in der Praxis bereits jetzt prophylaktisch helfen (Vertragsgestaltung, Rechtsformen für Ensembles, politisches Engagement etc.)

 

Referentin:

Sonja Laaser studierte Rechtswissenschaften an der HU Berlin und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Bis 2011 war sie Geschäftsführerin des Ballhaus Ost und hat das Kunstmagazin „ArtiBerlin“ gegründet.

Diese vielfältigen Stationen helfen ihr, ihre Mandant:innen umfassend zu verstehen und zu beraten: Ihre 2015 gegründete Kanzlei berät schwerpunktmäßig Kulturschaffende in den Bereichen Urheber-, Vergabe-, Zuwendungs-, Steuer- und Gesellschaftsrecht und Künstlersozialversicherung. Gemeinsam mit Julia Wissert hat sie die Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung-Klausel initiiert und entwickelt.

Sie ist Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht und wurde im Dezember 2020 in den Beirat der Künstlersozialkasse berufen. Sie ist ebenfalls Beiratsmitglied des Forschungsprojekts „Systemcheck“ und arbeitet an der Erfassung von Optimierungsbedarfen und Erarbeitung entsprechender Handlungsempfehlungen für eine bessere soziale Absicherung von Solo-Selbständigen und hybrid Beschäftigten in den darstellenden Künsten.


 

Der Workshop ist kostenfrei und richtet sich an Musiker:innen der Alten Musik und anderer Genres sowie an alle Interessierten. Eine Anmeldung ist erforderlich.

 

Hinweis: Dieser Workshop wird aufgezeichnet.

Nach erfolgreicher Anmeldung erhaltet ihr im Anschluss an die Veranstaltung (ca. eine Woche später) einen Videomitschnitt – auch dann, wenn ihr am Termin selbst nicht teilnehmen könnt. Der Mitschnitt ist dann zeitlich begrenzt für 14 Tage verfügbar.

 

Kontakt bei Rückfragen:
workshops@v-a-m.org

 

 

    ANMELDUNG







    * Pflichfeld